Briefmarken 1872
Fotoattest Hansmichael Krug BPP

Brustschilde - Briefmarken 1872

Katalog Michel 22 PFä

Deutsches Reich 1872: 5 Groschen großer Brustschild, POSTFÄLSCHUNG, farbfrisch jedoch - wie meist - mit unauffälligen Qualitätseinschränkungen, mit sauber, gerade und zentrisch aufgesetztem, nachverwendetem Preußen-K2 "ELBING 23 3 75".

Ein dekoratives Exemplar der hochinteressanten und seltenen sog. Elbinger-Postfälschung.

Mi. 4.000

verkauft / sold

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Aus "Die Welt": Der Postbeamte im ostpreußischen Elbing ging geschickt vor. Zunächst fälschte er die 5 Groschen "Kleiner Brustschild", dann auch das Pendantstück "Großer Brustschild", um nicht durch die Verwendung eines nicht mehr vorrätigen Wertes aufzufallen. Die Fälschungen der hohen Portostufen verklebte er am Schalter und zweigte die Einnahmen in seine Tasche ab. Er kam ungeschoren davon, denn weder das Kaiserliche General-Postamt, noch die Philatelisten bemerkten den Betrug. Erst 60 Jahre später wurden die ersten Falsifikate entlarvt. Von den sogenannten Elbinger Postfälschungen (Michel-Nr. 6 bzw. 22 PFä), deren Verwendung zwischen März 1873 und August 1875 belegt ist, sind bis heute nur wenige gebrauchte Exemplare bekannt. Beide Seltenheiten bot das Hamburger Traditionshaus Schwanke in einem Sonderteil zur 286. Versteigerung vom 28. bis 30. August an. Dabei erzielte das schönste erhaltene Exemplar der Michel-Nr. 6 PFä stolze 6900 (4500) Euro. (zzgl. Aufgelder, also gesamt etwa EUR 8.600)

Laut Michael Jäschke-Lantelme BPP zeigt die Fälschung der Michel-Nr. 22 folgende Kennzeichen:

1. abweichende Inschrift "DEUTSCHE REICHS-POST" und Wertangabe "GROSCHEN"
2. Strichleisten und Punkte unregelmäßig
3. Linienzähnung statt Kammzähnung
4. abweichende Farbe
5. Abstand von Rahmeninnenseite zu Rahmeninnenseite breiter