Briefmarken 1849
Fotoattest Stegmüller BPP
Referenz des anderen Exemplars
Grosser Scan

Bayern - Briefmarken 1849

Katalog Michel 1IIa

Bayern 1849, 1 Kreuzer schwarz, Platte 2, farbfrisch und allseits gleichmäßig sehr breitrandig (mit quasi vollständigen Trennungslinien an zwei Seiten), und sehr sauber gerade und fast vollständig aufgesetztem MR "18" AUGSBURG. Ein überdurchschnittlich schönes Exemplar in tadelloser Erhaltung. Michel 1IIa

Die Marke zeigt den PLATTENFEHLER "Delle in der linken Randlinie bei "E" von "EIN", diese Abart ist bisher dem Michel Katalog noch unbekannt, es existieren jedoch noch zwei weitere Exemplare, eines davon mit FA Brettl (siehe Scan der Referenz), dieser Plattenfehler wird im Handbuch "Schwarzer Einser" von Joachim Helbig und Jürgen Vogel auf Seite 28 Abbildung 31 erfasst.
Im Michel Katalog werden ähnliche Plattenfehler mit 4000-5000 EUR bewertet.

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Die erste Briefmarke Deutschlands wurde seit dem 1. November 1849 im Königreich Bayern ausgegeben. Sie wird üblicherweise als Schwarzer Einser bezeichnet aufgrund der großen Wertziffer und der Farbe der Marke. Der Nominalwert beträgt ein Kreuzer, der damaligen Frankatur für einen Ortsbrief. Das Motiv wurde von Johann Peter Haseney gestochen, auf handgeschöpftem Papier gedruckt und ist ungezähnt.


Weitere Briefmarken der Serie Ziffer im Quadrat
Der Schwarze Einser war der kleinste Wert einer ganzen Serie von sehr ähnlichen Marken. Gleichzeitig erschienen die blaue 3-Kreuzer- und die braune 6-Kreuzer-Marke. Zum Erscheinungstermin, am Feiertag Allerheiligen hatten allerdings nur große Postämter geöffnet und bisher ist keine Briefmarke aufgetaucht, die bereits am 1. November verwendet wurde (erkennbar am Stempel- oder Briefdatum).
Die Gestaltung der Marke in schwarzer Farbe bewährte sich nicht, da sie mit schwarzer Stempelfarbe entwertet wurde. Der Schwarze Einser wurde daher schon bald durch eine neue Ausgabe, den rosafarbenen 1-Kreuzer ersetzt, dessen Zeichnung an die 3- und 6-Kreuzer-Marke angepasst wurde. Im Oktober 1851 wurde die Marke vom Schalterverkauf zurückgezogen, blieb aber noch bis zum 31. August 1864 frankaturgültig.
Der Schwarze Einser entstand auf zwei verschiedenen Platten, wobei die erste Platte einen unscharfen, groben Druck verursachte. Die zweite Platte von 1850 brachte einen klareren Druck hervor.
Die Auflage betrug 832.500 Stück (Platte 1: 472.500, Platte 2: 360.000). Trotz dieser recht hohen Auflage ist der Schwarze Einser bei Sammlern sehr beliebt und erreicht Sammlerwerte von 1.000 bis 3.000 Euro.
In den folgenden Jahren erschienen weitere Werte der Serie, eine 9-Kreuzer in grün, 12-Kreuzer in rot und 18-Kreuzer in orange. Im Zuge eines Abkommens im Rahmen des Deutsch-Österreichischen Postvereins, die gleiche Druckfarben für gleiche Wertstufen vereinbarte, wurden die Farben der Markenserie nochmals verändert. Die Marke zu einem Kreuzer wurde von da an in gelber Farbe gedruckt.